Donnerstag, 19. Oktober 2017

Vortrag "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht" am 10.10.2017 von Rechtsanwalt und Notar Björn Wieg

Am 10.10.2017 referierte Herr Rechtsanwalt und Notar Björn Wieg für die Caritas in Witten zum Thema "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht". Wegen des großen Interesses fand der Vortrag inzwischen zum wiederholten Male statt, diesmal im Ardey-Hotel in Witten.
Das Thema geht jeden an. "Wer sich um eine Unfallversicherung kümmert, aber nicht um eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, hat leider nur den unwichtigeren Teil erledigt", provoziert Björn Wieg. Selbstbestimmung für Jedermann ist ihm eine Herzensangelegenheit:
"Ich möchte Mut machen, die eigene Selbstbestimmung nicht aufzuschieben. Die Sorge, dass man damit alle Entscheidungen aus der Hand gibt, ist unbegründet".
Warum jeder solche Vorsorgeverfügungen haben sollte, verdeutlicht Wieg an einfachen Beispielen:
Beispiel Patientenverfügung:
"Bis heute hat sich bei mir niemand gewünscht, jahrelang durch Apparatemedizin künstlich am Leben erhalten zu werden, ohne davon etwas mitzubekommen. Ohne Patientenverfügung droht aber genau das. Denn man bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Pflicht der Ärzte, Leben zu erhalten, dem Interesse des Gesundheitssystems, damit viel Geld zu verdienen und womöglich dem schlechten Gewissen der Kinder, die es nicht übers Herz bringen, die Geräte abzuschalten."
Beispiel Vorsorgevollmacht:
"Sie überlegen, Ihr Eigenheim irgendwann zu verkaufen, um sich davon eine seniorengerechte Wohnung zu nehmen, stehen aber als Eheleute beide im Grundbuch? Wenn vorher einer von Ihnen beiden unfallbedingt oder wegen Nachlassens der Geisteskräfte geschäftsunfähig wird, dann führt ohne eine notarielle Vorsorgevollmacht der Verkauf nur über das Gericht."
Wie versprochen können Sie den Vortrag hier herunterladen. DOWNLOAD